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11.11.2008 Die Region pur: Ein Laden voller Ideen

„Pur“ heißt der neueröffnete Laden im A10 Center,


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11.11.08 08:39 Alter: 3 yrs

Die Region pur: Ein Laden voller Ideen

Kategorie: Aktuelles

 

„Pur“ heißt der neueröffnete Laden im A10 Center, der Nahrungsmittel und Kunsthandwerk von Existenzgründern aus hiesigen Breiten anbietet.

„Solch ein Geschäft hat hier schon lange gefehlt. Nie wusste ich, was ich Geschäftspartnern und Freunden aus unserer Region mitbringen soll“, schwärmte Marlen Klamm. Die Architektin aus Eichwalde gehörte zu den ersten Kunden im neuen „Pur“-Laden im A10 Center und kaufte Lindenblütenhonig und frisches Fleisch aus der Freilandhaltung. „Pur“ steht dabei für „Produkte unserer Region“ und bietet ein breites Spektrum von unterschiedlichen Waren – von A wie Anstecknadel bis Z wie Ziegenkäse.

18 Jungunternehmer und Existenzgründer, die in den vergangenen Monaten durch den Lotsendienst des Landkreises Dahme-Spreewald bei der Regionalen Wirtschaftsfördergesellschaft für die Selbständigkeit fit gemacht wurden, können seit Samstag in attraktivem Ambiente ihre Erzeugnisse präsentieren und von Fachpersonal an den Mann bringen lassen.

„Für mich könnte dieser Laden der Durchbruch sein. Wenn der Verkauf gut läuft, will ich weitere Mitarbeiter für die Produktion einstellen“, sagte Uwe Kuls aus Dabendorf. Der gelernte Ingenieur für Fleischwarenherstellung hält 15 Schafe und 20 Ziegen, stellt Wurst und Ziegenkäse her. „Vor zwölf Jahren habe ich meine ersten Produkte auf dem Weihnachtsmarkt in Dabendorf verkauft. Danach habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht“. Mit Erfolg. Seine deftigen Salamisorten von Lamm und Rind – unter anderem gewürzt mit Fenchel – versprechen die Renner bei „Pur“ zu werden.

Ein ganz anderes Sortiment bringt Claudia Eichler aus Eichwalde ein. Neben putzigen Keramikraben ziehen ihre „Märkischen Streusandwürmer“ die Blicke auf sich. Ein lustiges Mitbringsel ab drei Euro.

Als Ansprechpartner für die Kunden wirken im Laden Barbara Böhm und Filialleiterin Beatrice Willwoldt. „Besonders Fleisch und Wurst, aber auch Honig und Naturseifen werden gut nachgefragt“, so Willwoldt nach dem ersten Kundenansturm. Beide Verkäuferinnen wurden über ein Qualifizierungsprojekt nach der Arbeitslosigkeit für ihre Aufgabe im Laden speziell geschult.
"Pur" könnte auch für das Land Brandenburg Maßstäbe setze, sagte Hartmut Siemon, Geschäftsführer der Landesagentur für Struktur und Arbeit. „Das Projekt hätte gute Chancen für einen Preis bei unserem Ideenwettbewerb ’Innovation braucht Mut’.

Interessante Vorhaben können dabei mit 100 000 Euro weiter gefördert werden“, so Siemon, der den Initiatoren Mut machte, sich für die nächste Wettbewerbsrunde zu bewerben. Froh über die Zusammenarbeit vieler Akteure – vom Management des A10 Centers bis zur Berliner Volksbank – zeigten sich Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen und Vize-Landrat Carlheinz Klinkmüller. „Dieser Laden beweist, dass es uns um handfeste Hilfen für Gründer und nicht um Effekthascherei geht“, so Klinkmüller.

(Quelle: Lausitzer Rundschau vom 10. November 2008 / Uta Schmidt)