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Breitbandausbau im LDS kurz vor Fertigstellung

Der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Dahme-Spreewald geht in die Endphase. Nach ersten Teilinbetriebnahmen im Frühjahr 2020 stehen seit Ende des Jahres rund 4.500 Haushalten und 220 Unternehmen schnellere Bandbreiten zur Verfügung. Der Ausbau erfolgte überwiegend über das so genannte „Fibre-to-the-Curb“-Verfahren. Dabei wurden die Glasfaserkabel jeweils von der Vermittlungsstelle bis zum nächsten vorhandenen oder neu errichteten Kabelverzweiger verlegt. Damit sind jetzt Geschwindigkeiten von mindesten 50 Mbit/s im Download und 10 Mbit/s im Upload möglich. Teilweise sind auch höhere Bandbreiten verfügbar.

Landrat Stephan Loge freut sich über das bisher Erreichte. „Eine gute Breitbandversorgung stellt die Grundvoraussetzung unserer heutigen Informationsgesellschaft dar. Insbesondere in Zeiten von Homeoffice und Homeschooling zeigt sich, wie unerlässlich ein zielgerichteter Breitbandausbau für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen ist.“

In den vergangenen zwei Jahren wurden Tiefbauarbeiten auf mehr als 141 Kilometer ausgeführt und rund 740 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Bis zum geplanten Abschluss der Ausbauarbeiten Ende Februar 2021 werden es mehr als 200 Kilometer an Tiefbauarbeiten und gut 900 Kilometer Glasfaserkabel im gesamten Kreisgebiet sein. Insgesamt 5.700 Haushalte und mehr als 200 Unternehmen können dann einen leistungsfähigen Breitbandanschluss nutzen.

Interessierte Bürger*innen können sich hier darüber informieren, ob sie im Ausbaugebiet wohnen, der Ausbau dort bereits abgeschlossen und die höhere Bandbreite bereits buchbar ist. Um die höheren Bandbreiten dann auch nutzen zu können, müssen die Endkunden ihre Telekommunikationsverträge allerdings noch individuell anpassen.

Ursprünglich sollten die Ausbauarbeiten in Dahme-Spreewald bereits Ende 2020 abgeschlossen sein. „Bei einer derartigen Menge an Anschlüssen steckt die Tücke oftmals im Detail“, so Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald und Koordinator des Breitbandausbaus im Landkreis, „wenn dann noch eine Pandemie dazu kommt, sind Verzögerungen in der Fertigstellung nicht ungewöhnlich. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom als Ausbaupartner und schnellen Kommunikationswegen mit vielen Bürgern konnten aber viele Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden, so dass diese Etappe des geplanten Ausbaus in Kürze abgeschlossen wird.“

Der Landkreis Dahme-Spreewald denkt aber bereits weiter. Noch in diesem Jahr soll es ein neues Förderprogramm des Bundes geben, mit dem auch die sogenannten grauen Flecken beseitigt werden können. Das sind Gebiete, in denen nur 50 bis 100 Mbit/s zur Verfügung stehen. „Wir werden die Anschlussfinanzierung aktiv angehen. Die dazu notwendigen Eigenmittel haben wir bereits in den Haushalt eingestellt“, sagt Stefan Klein, Wirtschafts- und Finanzdezernent des Landkreises Dahme-Spreewald

Hintergrund:
Der Landkreis Dahme-Spreewald hat schon früh die Weichen für eine erfolgreiche Digitalisierung der Region gestellt. Im Frühjahr 2015 fasste der Kreistag den Beschluss, den Glasfaserausbau intensiv voranzutreiben und beauftragte dazu eine Machbarkeitsstudie. Auf dieser Grundlage konnte Dahme-Spreewald als erster Landkreis in Brandenburg dafür Fördermittel von Bund und Land akquirieren. Seither werden mehr als 17,1 Mio. Euro in den kreisweiten Ausbau der digitalen Netzinfrastruktur investiert, um mindestens 95 Prozent aller Haushalte mit Datenübertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zu versorgen.

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