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Corona sorgt im Handwerk für Abschwächung der Konjunktur

© fotolia.com | Kadmy

Die Stimmung im südbrandenburgischen Handwerk hat sich spürbar abgekühlt. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind im Abwärtstrend. Das geht aus der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Cottbus (HWK) hervor, deren Ergebnisse die ersten Auswirkungen von Corona widerspiegeln. Aktuell muss von einer weit schlechteren Konjunktur ausgegangen werden.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat zu massiven Einbrüchen der Wirtschaftstätigkeit geführt. Auch die Handwerksbetriebe sind davon stark betroffen. Aktuell sind nur 84,3 Prozent Unternehmen mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (2019: 95,5 Prozent).

Mit Ausnahme des Bauhauptgewerbes mussten alle Gewerkegruppen Umsatzrückgänge verkraften. Insbesondere das Kfz-Gewerbe erlitt einen herben Rückschlag. Nur noch 55,6 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 87,5 Prozent) bestätigen eine zufriedenstellende Umsatzentwicklung. Die Rückgänge führen dazu, dass viele an sich gesunde Betriebe aktuell um ihre Existenz fürchten. Die kompletten Schließungen der Friseur- und Kosmetikgeschäfte wurden bei der Umfrage noch nicht berücksichtigt.

Personal: In vielen Betrieben fehlen Mitarbeiter. Sie können beispielsweise aufgrund der geschlossenen Schulen und Kindergärten nicht zur Arbeit kommen. Aktuell sind rund 36 Prozent der Betriebe von einem coronabedingten Personalausfall betroffen.

Der Auftragsbestand im Handwerk hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringert. 18,5 Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 7,6 Prozent) geben an, dass ihre Auftragsbücher gegenüber dem Vorjahreszeitraum weniger stark frequentiert sind. Hinsichtlich Investitionen agieren die Unternehmen verhalten.

Angesichts der Coronakrise ist die Verunsicherung in den Unternehmen groß, was sich wiederum auf die Erwartungen auswirkt: Für die kommenden Monate rechnen die Betriebe weiterhin mit einem Abschwächen der Geschäftslage, insgesamt geht fast ein Viertel der Betriebe von einer Verschlechterung aus. Die „Sorgenkinder“ sind aktuell Betriebe im Bereich des gewerblichen Bedarfs für die Industrie, der Nahrungsmittelbranche, Personenbezogene Dienstleister und die Kfz-Branche. Je länger die Beschränkungen bestehen bleiben, desto schwieriger gestaltet sich die Situation für diese Unternehmen.

Hintergrund:
Der Befragungszeitraum erstreckte sich über den kompletten März. Zwei Drittel der Antworten zur Konjunkturumfrage gingen nach dem 22. März und damit nach Inkrafttreten der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg ein.

Den aktuellen Konjunkturbericht und die der vergangenen Jahre finden Sie im Internet unter: www.hwk-cottbus.de/konjunktur

Quelle: Pressemeldung der HWK Cottbus vom 15.04.2020

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