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Nahverkehrsplan für den kommunalen ÖPNV des LDS beschlossen

© Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH

Der Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald hat in seiner letzten Sitzung im Dezember den Nahverkehrsplan für den kommunalen ÖPNV des Landkreises für die Jahre 2021 bis 2025 bestätigt. Zur Vorbereitung der Fortschreibung wurde bereits im Frühjahr eine breit angelegte Bürgerbefragung zur subjektiven Wahrnehmung und Nutzung des kommunalen Busverkehrs im Landkreis Dahme-Spreewald durchgeführt.
Innerhalb weniger Wochen gingen 622 Hinweise und Wünsche aus der Bevölkerung ein, die im weiteren Planungsprozess durch das zuständige Fachamt für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Tourismus, den beauftragten Verkehrs- und Regionalplaner PROZIV GmbH Co.KG und die Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald (RVS) einbezogen wurden.

Viele Hinweise kamen aus dem VBB-Tarifbereich Berlin C, also aus Städten und Gemeinden zwischen Königs Wusterhausen und Schönefeld und beschäftigten sich mit Angebotsdefiziten im Stadt-Umland-Verkehr mit Berlin, fehlender BER-Anbindungen und einem fehlenden Nachtbusangebot.

Die Konzentration auf wichtige Kernforderung veranlassten den Landkreis, so der zuständige Dezernent für Kreisentwicklung, Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit Stefan Klein, bereits im laufenden Planungsprozess erste Maßnahmen umzusetzen. Im August 2020 wurden zwei PlusBus-Linien zwischen Königs Wusterhausen und dem Flughafen und die erste Nachtbuslinie von Mittenwalde über Königs Wusterhausen nach Schönefeld in Betrieb genommen. Gleichzeitig starteten neu konzipierte Linien zwischen Lichtenrade bzw. Rudow und Schönefeld. Letztere Angebote werden gemeinsam mit der BVG umgesetzt und fahren im 20-Minuten-Takt.

Nachdem auch die Städte, Gemeinden, die benachbarten Landkreise und Verkehrsunternehmen und das Land Berlin beteiligt wurden, konnte ein umfangreicher Maßnahmenkatalog zur Angebotsgestaltung ab 2021 entwickelt werden, der zur weiteren Erhöhung der Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis beitragen soll. Die Maßnahmen betreffen weitere neue und die Aufwertung bestehender Hauptverbindungsrelation wie zum Beispiel von Erkner über Schmöckwitz, Eichwalde und Schulzendorf zum BER (im nördl. LDS) oder von Cottbus nach Lieberose im Süden des Landkreises. Auch Ost-Westachsen wie Rangsdorf/Zossen über Mittenwalde nach Königs Wusterhausen wurden thematisiert.

Neben einer Vielzahl von weiteren kleineren Maßnahmen (Gesamtvolumen +662.100 Fahrplankilometer im Jahr) beschäftigt sich der Landkreis in einer solchen Fachplanung aber auch mit alternativen Antriebsarten wie der Wasserstoff/Brennstoffzellentechnologie, mit alternativen Bedienformen wie dem Rufbus BerlKönig BC oder Bürgerbusangeboten und der Barrierefreiheit im Nahverkehr.

Interessierte finden den neuen Nahverkehrsplan mit allen Anlagen und Karten auf der Homepage des Landkreises. Umsetzungshorizont ist der 31.12.2025. Viele Punkte sollen allerdings bereits bis zum Ende des nächsten Jahres auf den Weg gebracht werden. Allein für den Betrieb der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald steigt der Kreiszuschuss um 2,5 Mio. auf dann 11,2 Mio Euro. Die Neubeschaffung von 20 neuen Linienbussen wird im nächsten Jahr mit weiteren 2 Mio. Euro gefördert.

Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

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