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TH Wildau stellt Tool für betriebliche Pandemieplanung vor

Die TH Wildau hat einen Web-Generator als Unterstützungstool für die betriebliche Pandemieplanung in kleinen und mittleren Unternehmen entwickelt.

Bild: Adobe Stock brbt. TH Wildau

Am 9. Dezember 2021 fand an der Technischen Hochschule Wildau (TH Wildau) die Abschlusskonferenz des ProjektsRESPAN - Analyse der REaliSierung und Wirksamkeit von betrieblichen PANdemieplanungen vor dem Hintergrund der Corona-Krise“ statt.

Die online durchgeführte Konferenz besuchten mehr als 50 Teilnehmer/-innen verschiedenster Unternehmen unterschiedlicher Größe und einer Vielzahl von Wirtschaftsbereichen aus ganz Deutschland. Auch Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaftsverbänden und der Presse waren vertreten.

Unternehmsumfrage zeigte Defizite und Wissensbedarf in Unternehmen

Neben Impulsvorträgen zur Rolle von Aerosolen und rechtlichen Aspekten der Pandemieplanung wurden im Rahmen der Abschlusskonferenz auch die Ergebnisse einer über mehrere Monate deutschlandweit durchgeführten Unternehmensumfrage zum Stand der betrieblichen Pandemieplanungen vorgestellt. Diese bestätigten die bereits im Vorfeld durchgeführten Untersuchungen und deren Erkenntnisse, dass nur wenig aktuelles Hilfsmaterial zur Pandemieplanung für Unternehmen zur Verfügung steht und dieses zudem oft veraltet ist. Gleichzeitig bestehe ein hoher Bedarf an Unterstützungsangeboten.

Pandemieplan-Generator soll Unternehmen unterstützen

Wie können sich Unternehmen nun zukünftig besser vorbereiten? Dieser Frage widmete sich das interdisziplinäre Forschungsteam der TH Wildau im Projekt RESPAN sehr intensiv. Jan Seitz, Mitarbeiter im Projekt und Mitglied der Forschungsgruppe Sichere Objektidentität an der TH Wildau, stellte in seinem Vortrag die Möglichkeiten und Hilfestellungen der betrieblichen Pandemieplanung, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sowie Betreiber von kritischen Infrastrukturen (KRITIS), vor. Den Kern der in RESPAN entwickelten Werkzeuge bilden ein Pandemieplan-Generator und begleitende Leitfäden.

Zusammen sollen diese Unterstützungsangebote Unternehmen dabei helfen, schnell ihren ersten Pandemieplan zu erstellen und diesen anschließend an ihre eigenen, individuellen Bedürfnisse anpassen zu können. RESPAN zieht dabei aufgrund der Aktualität natürlich viele Lehren aus der Corona-Pandemie, die Werkzeuge sind jedoch für Pandemien generell anwendbar. Bereitgestellt werden der Generator sowie die Leitfäden auf der Website

►https://pandemieplan-generator.de.

Krisenstäbe, viel Kommunikation und klare Regeln

Im anschließenden Diskussionspanel unterhielten sich Moderator Prof. Frank Gillert (TH Wildau) und die Unternehmensvertreter Martin Frank (Head of Supply Chain Management, Klosterfrau Berlin GmbH – Klosterfrau Healthcare Group), Stephen Ruebsam (Geschäftsführer, Schlossgut Altlandsberg GmbH) und Markus Bachmann (Pandemiemanager der Stadtwerke Karlsruhe) über die Erfahrungen der Unternehmen in der aktuellen Pandemie. Viel lief dabei auch unter dem Motto „Not macht erfinderisch“. Wichtig sei vor allem eine frühzeitige direkte und gezielte Kommunikation an die Mitarbeitenden, aber auch z.B. Lieferanten von Unternehmen. Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu lernen waren Aspekte, die geholfen haben. Die Klosterfrau Berlin GmbH arbeite beispielsweise im engen Austausch mit anderen Unternehmen in der unmittelbaren Region am Standort Berlin. So entstünden Kooperationen, die sich untereinander helfen. Aber auch neue Angebote zu machen bzw. Neues auszuprobieren, wie im Falle des Schloßgutes Altlandsberg, können bei der Bewältigung von Krisen wirksam sein. Wichtig seien zudem auch klare und verständliche Regeln für Mitarbeitende. Dies gelte auch für Externe, die sich z.B. auf einem Werksgelände von Unternehmen aufhalten. Man habe viel gelernt, was sicherlich zukünftig auch viel mehr generell in der betrieblichen Planung Beachtung finden werde.


► Mehr Informationen zum Projekt RESPAN: www.th-wildau.de/respan

Das Forschungsprojekt RESPAN wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Themenfeld „Zivile Sicherheit – Corona-Pandemie“ gefördert.

► Mehr Informationen zur Forschungsgruppe Sichere Objektidentität: www.th-wildau.de/fg-soi

Quelle: Technische Hochschule Wildau

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