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Digitalisierung im LDS nimmt Fahrt auf

Die Projekte „Digitaler Marktplatz Spreewald“ und „foodChain“ erhalten Unterstützung vom Bund.

© pixabay | geralt

Längst hat der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie Einzug in fast alle unsere Lebensbereiche gehalten: Neue Produkte und Anwendungen verändern bestehende Geschäftsfelder und Lebensgewohnheiten. Bildungsangebote werden vielseitiger, soziale Netzwerke führen zu einem grundlegenden Wandel im Kommunikationsverhalten. Online-Handel und intelligent vernetzte Logistik setzen neue Maßstäbe bei Service und Geschwindigkeit. Auch der Landkreis Dahme-Spreewald hat die Chancen digitaler Technologien erkannt und beabsichtigt daher, zwei Digitalisierungs-Projekte im südlichen LDS auf den Weg zu bringen.

Digitaler Marktplatz Spreewald

Der „Digitale Marktplatz Spreewald“ soll eine digitale Handelsplattform werden, die gleichzeitig ein Gesamtkonzept zum Thema „Versorgung aus der Region - in der Region - für die Region!“ darstellt. Die Angebote der regionalen Erzeuger werden auf einer digitalen Plattform katalogisiert dargestellt und können von privaten und gewerblichen Abnehmern in der Region online bestellt werden. Für die Verteilung der Waren in der Region werden verschiedene Modelle analysiert und entsprechend den regionalen Gegebenheiten eingesetzt. Hofläden und inhabergeführte Lebensmittelmärkte können bestellte Waren ausgeben oder ihre eigene Produktpalette entsprechend ausweiten. Mobile Verkaufswagen können gezielt in die Verteilung der Bestellungen einbezogen werden. In Orten ohne vorhandene Infrastruktur können z.B. Paketboxen mit Kühlung oder 24/7-Boxen aufgestellt werden. Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Dahme-Spreewald Anfang Dezember einen Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro zur Entwicklung eines „Digitalen Markplatzes Spreewald“ erhalten.

foodChain

In Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie, der Heinz Peter Frehn und Christoph Frehn Biohof Schöneiche GbR und der in Wildau ansässigen Forschungseinrichtung TITUS Research GmbH wurde unter Führung des LDS ein Projekt entwickelt, um Mobilfunktechnologie mit 5G-Standard im landwirtschaftlichen Pflanzenbau – insbesondere im Anbau von Gurken und Kartoffeln – nahe Hohendorf (Steinreich) einzusetzen und zu erproben. Durch die Errichtung flexibler, zeitlich begrenzter Mobilfunknetze wird der Situation der lückenhaften Mobilfunkversorgung im ländlichen Raum dabei Rechnung getragen. Mithilfe eines mobilen 5G-Campusnetzes, des Einsatzes von Feldrobotern, Drohnen sowie Sensornetzwerken soll die Wertschöpfungskette von der Pflanzensetzung über die Wachstumsperiode bis hin zu Ernte und Weiterverarbeitung nachhaltig gestärkt werden. Zu diesem Zweck hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr eine Unterstützung in Höhe von insgesamt 3 Millionen Euro zugesagt.

Weichen für weitere Digitalisierung sind gestellt

Die Weichen für die fortschreitende Digitalisierung hat der Landkreis bereits gestellt: So ist der bereits 2015 von der WFG vorbereitete Breitbandausbau im Landkreis zur Schließung der Weißen Flecken weitestgehend fertiggestellt. Die letzten Baumaßnahmen werden im 1. Quartal 2022 abgeschlossen, sodass das Gesamtprojekt mit einem Volumen von 17,8 Mio. Euro bis Mitte 2022 beendet werden kann. Dann können ca. 95 % aller Haushalte und Unternehmen im Landkreis auf Bandbreiten von mind. 50 Mbit/s zugreifen. Weitere Verbesserungen der Infrastruktur sind in Planung: Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald bereitet bereits eine Teilnahme des Landkreises Dahme-Spreewald am neuen Förderprogramm des Bundes zur Schließung der Grauen Flecken vor. Die Antragstellung soll 2023 erfolgen, um eine flächendeckende zukunftsfähige Glasfaser-Infrastruktur errichten zu können.

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