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Forum Mittelstand LDS: Digitalisierung im LDS

Gemeinsam mit Veranstaltungspartnern hat die WFG eingeladen, um aufzuzeigen, mit welchen technologischen Entwicklungen Herausforderungen ländlicher Räume begegnet werden kann.

Die Referenten gaben bei der dritten Veranstaltung des "Forum Mittelstand LDS 2022" in der Kulturkirche Luckau Einblicke in Digitalisierungsprojekte aus verschiedenen Branchen im Landkreis Dahme-Spreewald. Foto: Wirtschaftsförderung Dahme-Spreewald/Kristin Schiller

Ländliche Regionen sehen sich mit einem fortschreitenden demographischen Wandel konfrontiert, der mit einer Vielzahl infrastruktureller Herausforderungen – etwa Veränderungen bei der medizinischen Versorgung, bei Mobilitäts-, Bildungs- oder Nahversorgungsangeboten – einher geht. Lösungen für diese Herausforderungen bieten u.a. technologische Innovationen. Gemeinsam mit Veranstaltungspartnern hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH daher am 15. September in die Kulturkirche Luckau zur dritten Veranstaltung des „Forum Mittelstand LDS 2022“ eingeladen, um aufzuzeigen, mit welchen technologischen Entwicklungen diesen Herausforderungen begegnet werden kann.

Begrüßt wurden die Anwesenden durch Stefan Klein, Dezernent für Wirtschaft, Finanzen, Sicherheit und Recht des Landkreises Dahme-Spreewald, der als Moderator durch den Abend führte. Nach einem Grußwort von Gerald Lehmann, Bürgermeister der Stadt Luckau, gab Lennart Strelau, Manager bei PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH, einen Überblick über die Bausteine der Digtialisierungsstrategie des Landkreises Dahme-Spreewald.

Anschließend erfuhren die Anwesenden im Rahmen von drei Kurzportraits mehr zu konkreten Digitalisierungsprojekten  aus verschidenen Branchen im LDS. Zunächst stellte Prof. Dr. Uwe Meinberg, CEO der TITUS Research GmbH, das Projekt „foodChain“ vor. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten Projekts erproben die Beteiligten nahe der Gemeinde Steinreich den Einsatz von Mobilfunktechnologie mit 5G-Standard im landwirtschaftlichen Pflanzenbau. Damit sollen Lösungsansätze für bestehende Digitalisierungshemmnisse wie eine fehlende Netzabdeckung in ländlichen Räumen gefunden werden. Gleichzeitig will das Projekt aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft (Fachkräftemangel, ertragsschwache Böden, fehlende Niederschläge) aktiv angehen. Im Projekt liegt der Schwerpunkt auf der Erprobung von Optimierungsmöglichkeiten für den Kartoffel- und Gurkenanbau. So sollen im Rahmen des Projekts beispielsweise ein automatisierter Feldroboter, ein autonom spurhaltendes, deichselgezogenes Häufelgerät und eine Drohnenflotte eingesetzt und getestet werden.

Mit dem „Ambulance Video Assistant“ (AVA) stellte Olaf Fleischhauer, Head of Quality Management bei der Wildauer FTI Engineering Network GmbH, ein zweites Digitalisierungsprojekt aus dem LDS vor. Hinter „AVA“ verbirgt sich ein hochverfügbares, cloudbasiertes Assistenz-System im kompakten Tablet-Format, das Audio-, Video- und Vitaldaten überträgt und Rettungsdienste und Notärzte effizienter Leben retten lässt. Denn mithilfe des AVA-Systems kann sich der Notarzt bereits auf der Anfahrt zum Ort des Notfalleinsatzes zuschalten, anhand der an ihn übermittelten Daten die Situation des Patienten einschätzen und Anweisungen an die mit Smartphones und Headsets ausgestatteten Sanitäter vor Ort geben. Möglich machen das modernste Mobilfunk-Technologie, mobile Videotechnik und Router-Systeme, Vitaldatenübertragung und fortschrittlichste cloudbasierte Services.

Hubertus von Manstein, Geschäftsführer der BAB gGmbH, präsentierte mit „Luckau.digital“ schließlich einen weiteren Lösungsansatz aus dem Bereich der Digitalisierung. Im Fokus stehen hier der flächendeckende Ausbau eines glasfasergestützten Funknetzes sowie 5G-Roaming mit nationalen Mobilfunkbetreibern. Durch den Ausbau kommunaler Infrastrukturen und der kostengünstigen Mitnutzung von Leuchteninfrastrukturen für WLAN und 5G können so weiße und graue Flecken im Breitbandnetz geschlossen werden.

Im Anschluss an die Kurzportraits der drei Digitalisierungsprojekte hatten die Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen und den Abend bei individuellen Gesprächen ausklingen zu lassen.

Hintergrund

Das „Forum Mittelstand LDS“ durchleuchtet seit 2006 in jährlich vier Veranstaltungen praxisnah mittelstandsrelevante Themen. Die Veranstaltungsreihe ist ein partnerschaftliches Projekt der Wirtschafts-förderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (WFG), des Landkreises Dahme-Spreewald (LDS), der Technischen Hochschule Wildau, der Handwerkskammer Cottbus (HKW), der Industrie- und Handelskammer Cottbus (IHK), der Interessenvereinigung Mittelständische Wirtschaft e.V. (IMW e.V.), der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS), der Spreewaldbank eG und der Bürgschaftsbank Brandenburg GmbH. Unterstützt wird sie von der Märkischen Allgemeinen Zeitung und der Lausitzer Rundschau als Medienpartner.

Die nächste Veranstaltung des „Forum Mittelstand LDS“ findet am 10. November 2022 um 17 Uhr Kreistagssaal im Landratsamt in Lübben statt. Gemeinsam mit den Gästen sowie Unternehmer*innen und Expert*innen  möchten die Veranstalter über hilfreiche Erfahrungen, praktische Tipps uns Unterstützungsangebote rund um das Thema Unternehmensübernahme sprechen. Das Programm und Anmeldeformular finden Interessierte auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung unter www.wfg-lds.de in der Rubrik „Termine“.

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