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TH Wildau startet studentisches Modellflugzeugprojekt

Die Ziele des Projekts AkaModell: Mit Technik experimentieren, für Luftfahrt begeistern, Studierende vernetzen, gemeinsame Perspektiven aufbauen.

Am 2. März 2022 war Kick-off für das studentische Projekt AkaModell, das vom Forum für Luft- und Raumfahrt eine Spende von 10.000 Euro Startunterstützung erhält. (Bild: Mike Lange / TH Wildau)

Das vom Team des Studiengangs Luftfahrttechnik/ Luftfahrtmanagement initiierte Vorhaben, bei dem Studierende gemeinsam Flugmodelle bauen und entwerfen, kann sich dabei über finanzielle Startunterstützung des Forums für Luft- und Raumfahrt e.V. freuen.

Luftfahrttechnik im kleinen Maßstab

Lars Muth, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe Luftfahrttechnik, hat ein Modellflugzeug vor sich liegen - zusammengebaut an drei Abenden und in Kürze flugbereit. Luftfahrttechnik im kleinen Maßstab, die schnell zum Ausprobieren und Mitmachen anregt. Und genau das ist die Idee für das neue studentische Vorhaben „AkaModell“ an der Technischen Hochschule Wildau (TH Wildau): Studierende zusammenbringen, die mit Technik experimentieren, flugtaugliche Modelle bauen und diese auf einem Modellflugplatz starten lassen. Lars Muth und Prof. Wolfgang Rüther-Kindl, der das Fachgebiet Luftfahrttechnik an der TH Wildau lehrt und die gleichnahmige Forschungsgruppe leitet, hatten die Idee für das Vorhaben - angelehnt an ähnliche Vereinigungen in Stuttgart, München oder Braunschweig.

Prof. Rüther-Kindl: „Wir wollen Studierende, die nicht nur aus unserem Studiengebiet kommen, neben dem Studium mit einem konkreten Angebot experimentell für Luftfahrt und Technikthemen begeistern und zusätzliches Wissen vermitteln. Gleichzeitig ist es unser Ziel, so das jahrgangsübergreifende Zusammenwirken von Studierenden zu fördern, indem sie das in der AkaModell erworbene Wissen direkt an die nächsten Semester weitergeben.“

Gefördert wird das Vorhaben mit einem Startguthaben von 10.000 Euro als Spende vom Forum für Luft- und Raumfahrt e.V., das bereits einige Jahre mit der TH Wildau zusammenarbeitet, sowie weiteren Partner/-innen. Prof. Rüther-Kindl weiter: „Ich danke den Unterstützer/-innen des Projekts, insbesondere dem Forum, der TH Wildau für die räumlichen Möglichkeiten und unserem Makerspace ViNN:Lab, dessen Team uns bei der Fertigung der Teile für unsere Modelle behilflich sein wird“.

Neue Innovationen schaffen

Dr. Klaus-Jürgen Schwahn vom Forum für Luft- und Raumfahrt e.V.:Luftfahrt ist eines der spannendsten Themen für junge Ingenieur/-innen. Früher konnten wir mit dem, was wir hatten, ein wenig weiterentwickeln und ausprobieren. Heute können aus Experimenten und den vorhandenen Möglichkeiten neue Innovationen geschaffen werden, die dabei behilflich sein können, eine zukünftig klimaneutrale Luftfahrt und damit auch neue Geschäftsmodelle zu gestalten.“

Für das Sommersemester haben sich bereits einige Studierende für das Modellvorhaben angemeldet, darunter auch vier Studentinnen. Initial gibt es zunächst zehn Plätze. Neben dem gemeinsamen Bau an Modellen ist das Testen auf einem Modellflugplatz angedacht. Die Modelle bestehen aus leichten Schaumplatten, die am Lasercutter im ViNN:Lab der TH Wildau zugeschnitten, dann verklebt und mit entsprechender Elektronik ausgestattet werden. Um für die ersten Starts Praxiserfahrung und Sicherheit zu sammeln, wird das Fliegen vorab über einen Simulator geübt. Auf dem Flugplatz erfolgt dann das reale Fliegen, ebenfalls unter Anleitung im „Lehrer-Schüler-Duo“, wie beim Fliegen mit richtigen Flugzeugen.

Langfristiges Ziel: Vereinsgründung

Lars Muth, Initiator von AkaModell über die weitere Ausrichtung des Vorhabens: „Das erworbene Wissen soll direkt an die nächsten Teilnehmer/-innen weitergegeben werden. So entsteht eine eigene Dynamik. In einem zweiten Schritt können wir dann größere und komplexere Modelle bauen oder auch selber konstruieren. Das kann dann auch für Abschlussarbeiten dienen oder sogar zur Teilnahme an Wettbewerben führen.“

Langfristig ist angedacht, einen Verein zu gründen, in dem dann auch Alumni eingebunden werden können. So soll die aktive Nachwuchsförderung und der Austausch mit anderen Initiativen unterstützt und weitere Sponsoren gewonnen werden. Auch die Einbindung weiterer Zielgruppen, wie Schüler/-innen, ist denkbar.


Informationen zur Forschungsgruppe Luftfahrttechnik an der TH Wildau:
https://www.th-wildau.de/forschung-transfer/luftfahrttechnik/

Quelle: Technische Hochschule Wildau

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